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Aktuelles

Die aktuellsten Geschehnisse rund um unseren Verein.

Neubeginn für den Verein „Hilfe zur Selbsthilfe e.V.“


Ja, die jährliche Mitgliederversammlung unseres Vereins am 24. April brachte dieses Mal eine sehr überraschende Wendung. Seit Jahren schon hatte der ehemalige Vorsitzende, Helmut Merkel, eine Nachfolge für sein Amt angemahnt. Dann ist Gründungsmitglied Jochen Matenaer aus dem Vorstand eingesprungen, aber nur unter der Bedingung, dass schnellstmöglich eine neue Besetzung für den Posten gefunden würde. Seine schwere Erkrankung unmittelbar vor der Versammlung unterstrich die Notwendigkeit einer Entscheidung noch zusätzlich. Aber da war niemand. Ein Brandbrief an die Mitglieder hatte deutlich beschrieben, dass die künftige Existenz des Vereins dadurch fraglich geworden war.
Und dann meldet sich während der Vorstandswahlen von ganz weit hinten im Saal Matthias Weber, evangelische Pfarrer von Dossenheim. In seiner bescheidenen, freundlichen Art tut er kund, dass er gerne versuchen würde, dieses Amt zu übernehmen. Dies ist eine Wendung, die wir alle erhofft, aber kaum für realistisch gehalten hatten. In einer Zeit, in der die aktive Mitarbeit in einem Verein zunehmend unattraktiv geworden ist, ist so etwas schon eine riesige Überraschung. Pfarrer Weber hatte den Verein bereits zuvor unterstützt, indem er uns Raum für Versammlungen zur Verfügung gestellt hatte, aber dies ist eine deutlich größere Aufgabe!
Bei der ersten Vorstandssitzung in neuer Besetzung, am 19. Mai im Martin-Luther-Haus, haben wir vor allem zwei wichtige Themen. Zunächst verabschieden wir mit aufrichtigen Dank Jochen Matenaer. Er hatte drei Jahre lang den Verein gut geführt, obwohl er das ursprünglich nur ein Jahr lang machen wollte. Er bekommt einen Geschenkkorb überreicht und alle denkbaren guten Wünsche für seine Gesundheit und die seiner Frau Elke. Beide gehen zur Zeit durch ein dunkles Tal und wir wünschen ihnen und ihrer Familie von Herzen sehr bald eine bessere Zeit.
Anschließend stellt sich Matthias Weber vor. In unaufgeregten Sätzen schildert er uns seine Beweggründe für die Übernahme des Vorsitzes und bittet uns dabei um Unterstützung. Er könne Kirche, aber Verein noch nicht wirklich. Es wird schnell klar, dass er die Aufgaben erkannt hat und alle Vorstandsmitglieder versprechen, in der gewohnt erfolgreichen Art dazu beizutragen. Das Pfarramt in einer Gemeinde hat mit dem Handeln unseres Vereins ja auch einiges gemeinsam. Man muss auf Menschen zugehen und den Wert der karitativen Arbeit plausibel machen können. Man muss sie dann zum Handeln motivieren und braucht im Hintergrund ein großes Netzwerk. Helmut Merkel und Jochen Matenaer konnten dies alles sehr gut und bei diesem ersten gemeinsamen Austausch entsteht sehr schnell der Eindruck, dass das auch mit Matthias Weber klappen wird. Änderungen sind ein normaler Bestandteil des Lebens und auch der Verein hat sich seit seinem Bestehen in vielen Aspekten verändert. Nun beginnt eine neue Epoche und wir werden das sicherlich auch weiterhin gemeinsam gut machen. Es tut aber zunächst einmal sehr gut, dass wir nun an einer Zukunft des Vereins arbeiten können und nicht dessen Abwicklung organisieren müssen.
Michael Huber, 24. Mai 2026