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Aktuelles

Die aktuellsten Geschehnisse rund um unseren Verein.

Brandbrief

Liebe Mitglieder, Spender und Freunde des Vereins
„Hilfe zur Selbsthilfe – Dritte Welt e.V.“!

Seit einigen Jahren haben wir ein sehr ernstes Problem. Nachdem unser langjähriger Vorsitzender Helmut Merkel den ersten Vorsitz niedergelegt hat, haben wir seither keine befriedigende und zukunftssichere Lösung gefunden. Ich habe diese Aufgabe zunächst übernommen, aber es sollte nur eine Übergangslösung für eine kurze Zeitspanne sein. Daraus sind nunmehr schon drei Jahre geworden, was niemals meine Absicht war. Mittlerweile komme ich an meine Grenzen und werde dieses Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiter ausüben. Der Vorstand ist in seiner derzeitigen Besetzung gerne auch weiterhin dabei und steht – einschließlich mir – als erfahrenes Team zur Verfügung. Wir haben die Aufgaben klar verteilt und das hat auch stets sehr gut funktioniert. Aber es fehlt eben ein Kandidat für den ersten Vorsitz. Dieses Problem haben auch andere Vereine, aber die gesetzlichen Bestimmungen sind klar und eine fehlende Besetzung der Spitzenposition führt in der Regel zur Auflösung eines Vereins.

Man könnte nun feststellen, dass 46 Jahre einer guten Arbeit mit sehr großen Erfolgen doch eine gute Bilanz seien und die Sache abhaken. Das wäre zwar nicht falsch, aber auch sehr schade. Andere Vereine verfolgen ebenfalls ehrenwerte Ziele, aber es geht bei unserer Arbeit doch letztlich um das Wohl von Menschen. Wir helfen, Lebensführungen und -würde zu gestalten. Würde sei ein Konjunktiv, wurde einmal gesagt. Damit sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass die Würde, die allen zusteht, nicht bei allen Menschen auch Teil ihrer Lebensrealität ist. Voraussetzungen für ein würdiges Leben sind unter anderem Bildung, medizinische Versorgung und manchmal auch Nothilfe nach Naturkatastrophen. Das sind unsere Betätigungsfelder und damit machen wir uns um sehr hohe Werte verdient. Wir sind kein Spaßverein – es geht um die Existenz für viele Menschen. Trotzdem sind wir nicht humorlos und machen die Arbeit gerne. Wir haben Partner, die uns vor Ort bei der Durchführung der Projekte helfen – nur so kommt Hilfe auch effektiv an. Der damit verbundene Austausch ist bereichernd für alle Seiten.

Was aus rein humanitären Beweggründen vor 46 Jahren begonnen wurde, hat mittlerweile auch eine politische Dimension erreicht. Fluchtbewegungen auf der ganzen Welt sind ein zunehmendes Thema geworden und sie zu ignorieren, führt zu immer größeren Problemen. Wer vor Ort die Lebenssituation von Menschen verbessert, kann durch diese Arbeit verhindern, dass die Betroffenen ihre Heimat verlassen. Gleichzeitig schränken jedoch die reichen Nationen ihre Hilfsmaßnahmen ein und die privaten Aktivitäten werden dadurch noch wertvoller und notwendiger. Unser Verein ist Teil dieser positiven Arbeit! Bei der Mitgliederversammlung am 24. April 2026 müssen wir klären, ob wir unserer Verantwortung weiterhin gerecht werden können, oder ob dieses Schiff der Hoffnung sinkt. Ich bitte Sie daher ganz dringend – überlegen Sie, ob Sie dieses Amt übernehmen wollen oder ob Sie jemanden dazu bewegen können. Wir brauchen in der Aufstellung unseres Vorstands einen neuen Namen und vielleicht wird das ja Ihrer sein.

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Matenaer